Einladung zur Demonstration

5. Pressemitteilung vom 28.11.2014

Plakat DemoDemo „Ein Herz für linke Terrornester!“ am 28. November 2014
Auftaktkundgebung um 17 Uhr an der Ecke Kastanienallee/Oderberger Straße

Hiermit möchten wir Sie einladen zur Berichterstattung über unsere Demonstration am 28. November 2014

Die Hausprojekte in der Linienstraße 206 und in der Brunnenstraße 6/7 sind Teil der linksradikalen Infrastruktur in dieser Stadt. Im Berliner Osten haben sie gemeinsam mit vielen anderen Anfang der 1990er Jahre Häuser besetzt, nicht-kommerzielle Orte geschaffen und sich aktiv eingemischt gegen Mietsteigerungen, Verdrängung, Olympia oder Neonazis.

Heute ist die weitere Zukunft dieser Hausprojekte ungewiss. In der Brunnenstraße 6/7 hat der Besitzer Gawehn den Verhandlungstisch verlassen und klagt jetzt vor Gericht mehr Profit ein. Nachdem er das Haus mit Senatsgeldern sanieren konnte, will er zum erstbesten Zeitpunkt die Miete erhöhen. Damit gefährdet er den Erhalt des Projektes. Mehr Rendite mit der Miete ist für die Bewohner_innen nicht akzeptabel.

In der direkten Nachbarschaft kämpfen die Bewohner_innen in der Linienstraße 206 um den Erhalt ihres Hausprojektes. Aufgrund der „einmaligen Lage“ ist das Haus zum begehrten Spekulationsobjekt geworden. Die derzeitigen Eigentümer Lippert und Wadler bedrohen die Existenz des Projektes. Alle Versuche, das Haus in Selbstverwaltung zu übernehmen und dem Markt langfristig zu entziehen, sind bisher daran gescheitert, dass sie sich jeglicher Kommunikation verweigern.

In Berlin-Mitte wurden ehemalige Mietshäuser bereits überwiegend in Eigentumswohnungen umgewandelt, bei den verbliebenen ist es allein eine Frage der Zeit, damit sich auch die letzten Investor_innen einen Anteil beim Ausverkauf der Stadt sichern können. Für viele Wegbegleiter_innen hat sich Mitte längst in einen Ort verwandelt, der irgendwo zwischen Kulisse für Tourist_innen und „Schöner Wohnen“ für Reiche angesiedelt ist.

Für uns als Bewohner_innen ist das ein Grund, uns mal wieder auf der Straße zu zeigen. Mit allen, die wie wir überzeugt sind: Wohnraum ist keine Ware! Mit allen, die wie wir ein Herz für linke Terrornester haben! Und mit allen, mit denen wir es in den vergangenen Jahren geschafft haben, dass unser Kiez nicht nur reich und teuer ist!